Koffer gepackt und überlebt: Die Geschichte der Ursula Michel

28. Januar 2014

Kollegiatinnen und Kollegiaten im Archiv: Mit Angehörigen von Überlebenden des Nationalsozialismus im Gespräch

Koffer gepackt und überlebt: Die Geschichte der Ursula Michel
Dienstag, den 28. Januar 2014, 10.00 Uhr
Im Landesarchiv Speyer, Otto-Mayer-Straße 9, 67346 Speyer.

Mit Hilfe der Kindertransporte vor 75 Jahren gelangten mehr als 10.000 Kinder und Jugendliche aus dem Deutschen Reich nach England. Auslöser waren die Pogrome der Nationalsozialisten am 9. und 12. November 1938. Auch Ursula Michel aus Ludwigshafen konnte mit einem der letzten Kindertransporte im August 1939 nach England fliehen. Ihre Eltern Heinrich und Gertrud und ihre jüngere Schwester Lilli, die 1942 von den Nazis deportiert und ermordet wurden, sah sie nie wieder.

Judith Rhodes, Tochter von Ursula Michel, kam zum Gespräch mit den Schülerinnen und Schülern in das Landesarchiv Speyer. Die beiden Leistungskurse in Geschichte der Q1 und Q3 haben sich innerhalb ihres Unterrichts mit der Biographie von Ursula Michel beschäftigt und bereits früher im Landesarchiv gearbeitet und sich auch mit folgenden Fragen befasst:

  • Wie lebt man weiter, wenn die Familie ermordet wurde?
  • Wie gibt man diese Erfahrungen weiter?
  • Welche Bedeutung hat dieses Trauma für die spätere Familie?
  • Wie begegnet man Deutschland und den Deutschen?

Judith Rhodes nahm bei dieser Gelegenheit zum ersten Mal Einsicht in die Personalakte ihres Großvaters Heinrich Michel. Heinrich Michel stammte aus Oberlustadt, er war Justizinspektor am Amtsgericht in Ludwigshafen und bayerischer Beamter.

 

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